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Ambulante Krankenzusatzversicherung

Was ist eine ambulante Krankenzusatzversicherung?

Als gesetzlich Versicherter ist es oft schwierig bei einem Facharzt zeitnah einen Termin zu bekommen, außer es ist ein Notfall. Das liegt am Abrechnungssystem der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ärzte bekommen lediglich eine Pauschale pro Patient, ganz egal wie oft dieser im Quartal in die Praxis kommt. Diese Pauschale ist sehr gering und liegt zwischen paar Euro und 50 Euro, je nachdem welche Fachrichtung ein Arzt hat. Außerdem darf ein Arzt nur eine gewisse Anzahl von GKV Versicherten im Quartal behandeln. Sobald er darüber ist, bekommt er nur noch 10% dieser Pauschale. Was dazu führt, dass es gegen Ende des Quartals noch schwieriger für gesetzlich Versicherte mit Terminen wird. Außerdem muss man immer mehr Leistungen selber zahlen, sogenannte IGEL Leistungen. Bei Privatversicherten schaut das alles ganz anders aus und die Versicherung übernimmt deutlich mehr Leistungen. 

Abhilfe kann man als GKV Versicherter schaffen, indem man sich privat Zusatz versichert und zwar für eben diesen ambulanten Bereich.

 In dem Fall könnte man als Privatpatient einen Termin vereinbaren und die Leistungen auch bei der privaten Zusatzversicherung einreichen. 

Für Wen macht eine ambulante Krankenzusatzversicherung Sinn?

Es können sich nur gesetzlich Versicherte, ganzgleich ob freiwillig oder pflichtversichert, für den ambulanten Bereich Zusatzversichern.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Nachdem man die Versicherung abgeschlossen hat, wird der Antrag vom Versicherer geprüft. Sobald dieser polisiert ist, bekommt der Kunde eine Versicherungskarte zugeschickt und wenn man zum Arzt geht, gibt man eben diese ab. Den Termin vereinbart man als Privatpatient und man bekommt ebenso die Rechnung erstmal nach Hause geschickt, bezahlt diese und reicht sie anschließend zur Begleichung beim Versicherer ein.

Was gilt es zu beachten?

Die Preis- und Qualitätsunterschiede der einzelnen Tarife sind enorm. Auf jeden Fall sollte man diese Versicherung nicht auf eigene Faust abschließen, denn wenn man einige Punkte nicht beachtet, dann könnte es nach der Behandlung zu einem bösen Erwachen kommen, sobald man die Rechnung einreicht und diese dann nicht übernommen wird.

Auf jeden Fall sollte man beachten, dass der Tarif über den Höchstsatz zahlt. Ärzte rechnen ihre Behandlungen nach diversen Höchstsätzen ab. Ist ein Arzt sehr gut, nimmt er z.B. einen Höchstsatz von 5, d.h. der Grundbetrag wird mit dem 5-fachen multipliziert. Zahlt der Tarif aber nur bis zum 3,5-fachen Satz, dann bleibt man auf den restlichen Kosten sitzen.

Ein leistungsstarker Tarif bildet auch Altersrückstellungen, damit er, auch wenn man älter ist, noch beitragsstabil bleibt. Das Alter spielt auch beim Abschluss eine Rolle. Je früher man anfängt, desto günstiger ist diese Versicherung und vor allem ist man da auch noch gesünder. Denn sobald man Vorerkrankungen hat, muss man diese bei den Gesundheitsfragen anführen und dies kann entweder zu Ausschlüssen oder zur Ablehnung des Versicherungsschutzes führen. Die Gesundheitsfragen müssen immer korrekt und wahrheitsgemäß ausgefüllt werden. Macht man dies nicht und es kommt zum Leistungsfall, ist es durchaus möglich, dass der Versicherer die Rechnung nicht bezahlt und den Vertrag noch rückwirkend storniert, da dieser von vorneherein in der Schwebe war.


        

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