1029

Riester-Rente

Was ist Riester?

Riester ist eine Möglichkeit der privaten Altersvorsorge, welche vom Staat durch Zulagen gefördert wird. Daher wird sie auch als Zulagenrente bezeichnet. Pro Jahr beträgt die maximale Zulage 154€ (sofern man 4% von seinem monatlichen Brutto in einen Riester-Vertrag einzahlt). Zudem kann man die Beiträge jährlich bei seiner Steuererklärung steuersenkend angeben. Maximal können 2100€ im Jahr steuerwirksam eingezahlt werden. Pro Kind beträgt die Zulage für die Eltern 300 € im Jahr (für Kinder, die vor 2008 geboren sind, beträgt die Zulage 185€).

Wer darf Riestern?

Es dürfen alle "Riestern" die in die gesetzliche Rentenversicherung  einzahlen. Dazu gehören Arbeitnehmer, Beamte, sowie sozialversicherungspflichtige Selbständige.

Diese Berufsgruppen sind hiervon ausgeschlossen: Apotheker, Ärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater und Architekten.

Aber wichtig: Sofern der Ehepartner die Kriterien für Riester erfüllt und selber auch eine Altersvorsorge über Riester bespart, kann auch sein Ehepartner für sich einen Riester-Vertrag abschließen (das nennt man dann mittelbar zulagenberechtigt).

Für wen ist es geeignet?

Grundsätzlich ist diese Art der privaten Altersvorsorge ein guter Baustein für Jeden. Allerdings ist es kein Ersatz für die private Altersvorsorge, sondern sollte als Beimischung zum Aufbau einer später ausreichenden Rente genutzt werden. Wenig Sinn macht es jedoch erst kurz vor Rentenbeginn zu beginnen, da mit einem spätem Einstieg die Förderung nur wenige Jahre ist, aber die Besteuerung die gesamte Rentenzeit (siehe: Nachteile).

Welcher Riester ist der Richtige?

Es gibt einige Möglichkeiten für einen Riester, ob Banksparplan, Riester-Bausparvertrag oder auf Aktien bzw. Fonds basierende Rentenverträge. Letztere hatten in den vergangenen Jahren die beste Rendite, womit sich das Kapital schneller aufbaut. Nur haben diese größere Risiken aufgrund schwankender Kurse. Aber auch dafür gibt es mittlerweile Produkte um die nötige Sicherheit in den Sparplan mit einzubauen.

Gibt es weitere Nachteile?

Genauso wie bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird auch die Riesterrente ab Beginn der Verrentung besteuert (sogenannte nachgelagerte Besteuerung). Somit ist der tatsächliche steuerliche Vorteil gegenüber einer normalen privaten Altersvorsorge im Einzelfall zu prüfen und zu berücksichtigen.

Sie haben weitere Fragen zu dem Thema oder benötigen Hilfe? Hier erreichen Sie uns direkt:

+49-89-32654558

Wollen Sie diesen Artikel mit Ihren Freunden teilen?

Verlinkungen zu weiteren Artikeln in der Rubrik Rente :

#Private Altersvorsorge#Riester-Rente#Kinderpolice#Erwerbsminderungsrente#Fondsgebundene Rentenversicherung#Rentenversicherung#Basisrente#Betriebliche Altersvorsorge#Vermögenswirksame Leistungen#Fondssparen#Deutsche Rentenversicherung#Sparbuch#Grüne Rente#Bausparen#Tagesgeldkonto