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Nachgelagerte Besteuerung

Was bedeutet Nachgelagerte Besteuerung?

Alle Verträge zur privaten Altersvorsorge, die steuerlich subventioniert wurden in der Ansparphase, wie Riesterrente  (Zulagen-Rente), Basisrente (Rürup-Rente), oder betriebliche Altersvorsorge, sind ab Rentenbeginn zu versteuern. 

Das bedeutet im Klartext: Man spart sich heute Steuern, oder erhält Zulagen (eine Form von Steuervorschuss) und dafür wird man ab Renteneintritt für die daraus gebildete Rente zur Kasse gebeten.

Die gesetzliche Rente ist hiervon übrigens auch betroffen und wird auch nachgelagert besteuert.

Ins Leben gerufen wurde die nachgelagerte Besteuerung mit der Umsetzung des Alterseinkünftegesetzes im Jahr 2005.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Sobald der Anleger in den Ruhestand geht wird seine steuerlich geförderte Zusatzvorsorge bei Verrentung besteuert. Ab 2040 zahlt man auf die gesamte Rente den persönlichen Steuersatz abhängig von der gesamten Rentenhöhe. Im Vergleich zu einer steuerlich nicht subventionierten normalen privaten Altersvorsorge können hier bei insgesamt hohen Einkünften erhebliche Steuermehrbelastungen auf den Rentner zukommen.

Was gilt es daher zu beachten?

Man sollte im Einzelfall genau prüfen, welche Form der Altersvorsorge im Endergebnis die beste Lösung für den Einzelnen darstellt.

Den Fokus allein auf heutige Steuervorteile zu legen und später hohe Abzüge durch den Fiskus zu haben ist nicht ratsam und könnte die benötigte Rente zudem stark schmälern. 

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